Mit diesem wahrlich primitiven Werkzeug wird die Grüngeschwindigkeit gemessen. “Erfunden” hat es Eduard Stimpson und müsste eigentlich “Simplemeter” heißen. Er baute es 1935 aus Holz. Frank Thomas redesignte es dann aus Aluminium und so wurde es dann vom USGA als Messinstrument 1976 genehmigt
Wie sieht es aus?
Es hat üblicherweise bei einer Länge von 30 inch eine Kerbe die so angelegt ist, dass ein dahinter gelegter Ball beim Anheben des Stimpmeters bei einer Neigung von 20° wegrollt. Ich habe mir eines gebaut, das immer exakt 20° Neigung hat und bei 30 inch ein Loch zum festhalten des Balles hat, weil das zu schnelle hochheben dem Ball einen Impuls geben kann, der das Messergebnis deutlich verändert.

Techn. Daten:
Länge: 36 inch
Breite: 1,75 inch
V-Winkel: 145°
Ballrolllänge: 30 inch
Der Ball soll am Ende der Schiene eine Geschwindigkeit von 6 feet/s haben.
Wie wird es angewendet?
Merke: Niemals vor einem Turnier auf einem Green von Loch 1 bis 18 messen, wenn man selbst mitspielt – Disqualifikation ist die Folge!!
Man nimmt 3 gleiche, neue Bälle und setzt das Stimpmeter auf dem Putting-Green auf. Dabei ist zu beachten, dass man stets quer zur Mährichtung misst und man eine halbwegs ebene Stelle aussucht. Nun lässt man einen Ball nach dem anderen auf der Schiene herabrollen. Dabei wechselt man geringfügig die Richtung. Anschließend misst man den Abstand vom Ende des Stimpmeters zu den drei Bällen (M1 bis M3). Nun get man zum mittleren Ball, setzt dort das Stimpmeter auf und macht das gleiche in die entgegengesetzte Richtung. Ich bezeichne die Messungen mit M1 bis M6.
Aus diesen 6 gemessenen Entfernungen berechnet man nun die Geschwindigkeit.
Zuerst bildet man den Mittelwert aus M1-M3 und M4-M6 und erhält MW1 und MW2. Diese beiden Werte setzt man nun in diese Formel ein.
Speed= 2 x MW1 x MW2 / (MW1+MW2)
(Mit dieser Mathematischen Formel werden zarte Breaks – der Ball läuft nie schnurgerade – ausgeglichen.)
Speed ist nun die Greengeschwindigkeit, bei uns in cm. Nachdem die Geschwindigkeiten stets in inch angegeben werden, dividiert man die cm mit 2,54. Nun hat man die Greengeschwindigkeit die von etwa 4 bis 13 auf den Golfplätzen weltweit erzielt werden.
Auf der Tabelle ist farblich gekennzeichnet ob man von langsamen oder extrem schnellen Greens spricht.

grau = langsam
gelb = normal
orange = schnell
rot = sehr schnell
purpur = unspielbar
Der Oakmount Country Club soll mit 13-15 die schnellsten Greens der Welt haben. Die Greens sind
Der Golfclub St. Oswald hat die durschnittlich langsamsten Greens. Das ist aber erforderlich, weil St. Oswald viele Breaks und teilweise hängende Greens hat.
Links:
http://en.wikipedia.org/wiki/Stimpmeter
http://www.usga.org/course_care/articles/management/greens/Stimpmeter-Instruction-Booklet/
Dieser Artikel wurde von Rupert Schierz eingesendet.